Balzende Igel

Donnerstag, 24. Juli 2008


- Video: Renate Siedentopf -

Zu meiner größten Freude, durfte ich gestern Abend das Balzverhalten 2er Igel beobachten, filmen und fotografieren. Ach wie schön, wenn die Natur uns manchmal seine Geheimnisse offenbart! Ich kann solches natürlich dann auch sehr genießen. Leider kam es nicht bis zur Kopulation. Die Umwerbung bis zur Kopulation kann angeblich mehrere Nächte dauern und Untersuchungen haben ergeben, dass weniger als 10 Prozent der Umwerbung in einer Kopulation endet. Ich lag dort im Gestrüpp mit Käfern und Spinnen die auf mich herumkrabbelten. Sie wurden durch das Licht angezogen und nachdem ja die fetten Zecken auf den Igeln nicht zu übersehen waren, fühlte ich mich irgendwann nicht mehr ganz wohl dort im Gestrüpp. Ruckartige Bewegungen damit ich das krabbelnde Geziefer loswerden kann, konnte ich natürlich nicht machen aus Angst die Igel damit zu verscheuchen. Die Igel haben sich vom Licht nicht stören lassen und zeitweise kamen sie mir zu nahe an der Kamera und musste ich meine Hand etwas zurück ziehen. Daher ließ ich sie dann doch lieber in Ruhe mit der Hoffnung bald Kleine zur Gesicht zu bekommen.

Männchen erwachen vor den Weibchen aus dem Winterschlaf. Sie beginnen sofort nach dem Erwachen mit der Nahrungsaufnahme, um an Gewicht zuzulegen. Etwa 3 bis 4 Wochen nach den Männchen tauchen die Weibchen aus dem Winterschlaf auf. Zu diesem Zeitpunkt erweitern die Männchen ihr Streifrevier auf der Suche nach einer potentiellen Partnerin. Daher konnte ich mittlerweile erkennen, dass der etwas dickere Igel das Männchen war und das ständig schnaubende Igel das Weibchen. Wenn sich ein Männchen einem Weibchen nähert, reagiert dieses meist sehr aggressiv wie ersichtlich in meinen Aufnahmen. Dies drückt sich durch Senken des Kopfes und lautes Schnauben aus.Schön zu beobachten war, wie das Männchen immer wieder sein Köpfchen vor Demut senkte.  Das Männchen umkreist das Weibchen und stößt dabei hochfrequentierte Töne aus. Zwischendurch versucht das Männchen immer wieder aufzureiten. Dies gelingt jedoch nur selten. Nur wenn das Weibchen ein Männchen akzeptiert, gelingt die Kopulation, die für Säuger in der typischen Aufreitposition erfolgt. Das Weibchen legt ihre Stachel flach an den Körper und den Bauch auf den Boden, um dem Männchen das Eindringen zu erleichtern. Während des Aufreitens hält sich das Männchen mit den Zähnen an den Stacheln des Weibchens im Schulterbereich fest.

 
Die meisten Menschen wissen gar nicht, wie schön die Welt ist, und wie viel Pracht in den kleinsten Dingen, in irgend einer Pflanze, einem Stein, einer Baumrinde oder einem Birkenblatt sich offenbart.
- Rainer Maria Rilke -

 
Ich bin für die Rechte der Tiere genauso wie für die Menschenrechte. Denn das erst macht den ganzen Menschen aus.
- Abraham Lincoln -

 
Mit allen Kreaturen bin ich in schönster Seelenharmonie. Wir sind verwandt, ich fühle es innig, und eben darum liebe ich sie
- Wilhelm Busch -

 
Die Mitteilungsmöglichkeit des Menschen ist gewaltig, doch das meiste, was er sagt, ist hohl und falsch. Die Sprache der Tiere ist begrenzt, aber was sie damit zum Ausdruck bringen, ist wichtig und nützlich. Jede kleine Ehrlichkeit ist besser als eine große Lüge
- Leonardo da Vinci -

 
Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand.
- Charles Darwin -

 
Wunder stehen nicht im Gegensatz zur Natur, sondern nur im Gegensatz zu dem, was wir über die Natur wissen
- Augustinus -

 
Der Spiegel der Natur ist der klarste Spiegel! Ihn muss man schauen, an ihm sich ergötzen.
- Fjodor M. Dostojewski -

 
Die Hochzeit der Seele mit der Natur macht den Verstand fruchtbar und erzeugt die Phantasie.
- Henry David Thoreau -

 
Der untrüglichste Gradmesser für die Herzensbildung eines Volkes und eines Menschen ist, wie sie die Tiere betrachten und behandeln.
- Berthold Auerbach -

 
Jedes Naturgesetz, das sich dem Beobachter offenbart, lässt auf ein höheres, noch unerkanntes schließen.
- Alexander von Humboldt -

 
Liebe zur Natur ist die einzige Liebe, die menschliche Hoffnungen nicht enttäuscht.
- Honoré de Balzac -

 
Einen Lehrer gibt es, wenn wir ihn verstehen – es ist die Natur.
- Heinrich von Kleist -

 
Dass uns der Anblick der Tiere so ergötzt, beruht hauptsächlich darauf, dass es uns freut, unser eigenes Wesen so vereinfacht vor uns zu sehen.

- Arthur Schopenhauer -


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