WM 2010 in Deutschland - DFB winkte ab



Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) lehnt ab als Ersatzausrichter der WM 2010 in frage zu kommen - Warum eigentlich?

Probleme in Südafrika
Welt Online
1. Juli 2008, 10:53 Uhr


Blatter hat für die WM 2010 einen Plan B
Rassenunruhen, Kriminalität und Probleme mit der Stromversorgung: Die Vorfreude auf die WM 2010 in Südafrika ist durch zahlreiche Probleme getrübt. Fifa-Präsident Joseph S. Blatter nimmt den Gastgeber nun in die Pflicht. Doch für den Fall der Fälle hat er einen Ersatz-Ausrichter in der Hinterhand.

Politisches Chaos, Angst vor Kriminalität und eine unzureichende Stromversorgung: Fifa-Präsident Joseph S. Blatter nimmt zwei Jahre vor Beginn der Fußball-WM 2010 in Südafrika die Regierung am Kap der guten Hoffnung in die Pflicht und hat für den Fall eines problematischen Konföderationen-Pokals 2009 bereits einen „Plan B“ in der Tasche.

„Ein Jahr würde genügen, um das Turnier in einem anderen Land zu organisieren. Ich wäre ein sehr unvorsichtiger und fahrlässiger Chef einer solchen Institution, wenn nicht in irgendeiner Schublade ein Plan B liegen würde. Ich kann es ja nicht schönreden und sagen, dass auch Plan B und Plan C Südafrika heißt. Es könnte ja auch eine Naturkatastrophe geben. Also haben wir natürlich einen Plan B“, sagte der Boss des Weltverbandes bei der Pressestunde des ORF.
Bereits vor der vom Tod des Österreichers Peter Burgstaller, der beim Golfspielen von Caddys bestohlen und anschließend ermordet worden war, überschatteten Auslosung der WM-Qualifikationsgruppen in Durban im vergangenen November hatte Blatter auch Deutschland nach der hervorragend organisierten WM 2006 als Ersatzausrichter ins Gespräch gebracht. Doch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) winkte ab, angeboten haben sich dagegen die USA, die auch aus Sponsoren-Sicht ein interessanter WM-Gastgeber wären.

Präsidentenwechsel ein Jahr vor der WM
Die Generalprobe im kommenden Sommer wird damit zum alles entscheidenden Test, ob die Weltmeisterschaft 2010 tatsächlich in Südafrika stattfinden kann. Allerdings hat die politische Führung im WM-Gastgeberland derzeit ganz andere Probleme als das wichtigste Fußball-Turnier der Welt.
Die anhaltenden Rassenunruhen und die Vertreibung Zehntausender Einwanderer überschatten derzeit die Vorfreude auf die erste WM auf dem schwarzen Kontinent. Nicht weniger dramatisch ist die durch die stetig wachsende Schere zwischen Arm und Reich weiter steigende Kriminalität. Sorgenfalten bereitet zudem die völlig unzureichende Stromversorgung. Auch der anstehende Präsidentenwechsel im Jahr 2009 trägt nicht zur Stabilisierung Südafrikas bei.

WM 2010 Plan B

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