Erkenntnis und Täuschung



Dieses Foto wurde mir zugeschickt unter dem Titel „Smile from God“ und von mir auch gleich als solches erkannt. Nun stelle ich mir die Frage, ob ich es ohne Titel auch als solches erkannt hätte?

Da ich leider in den letzten Tagen immer mehr mit dem Thema Täuschung (wie leicht lassen wir Menschen uns Täuschen) und Erkenntnis (werden dann mit den bitteren Lehren der Erkenntnis konfrontiert) zu kämpfen hatte, habe ich mich mal gedanklich damit auseinander gesetzt und kam ironischerweise wieder zu einer Erkenntnis, also das Thema womit ich mich eigentlich beschäftige *g*

Angesichts der Funktionsweise und der Täuschbarkeit der menschlichen Wahrnehmung entstehen darüber hinaus Fragen nach der Beschaffenheit der Realität, ob und inwieweit die Art der Erkenntnisgewinnung bereits die Erkenntnisinhalte beeinflusst.

Eine Meinung ist eine Ansicht, Einstellung oder Überzeugung, die ein Mensch zu einem Sachverhalt gewonnen hat. Dabei setzt man Erfahrungen oder bestehende Kenntnisse ein, um den Sachverhalt beurteilen zu können. Meinung entsteht also in einem gedanklichen Prozess.

Einsicht bedarf nicht zwingend einer Begründung, z.B. wenn man einsieht, dass etwas Gewünschtes sich nicht realisieren lässt, aber den Hinderungsgrund dafür nicht erkennt. Ähnlich wie Wissen ist Erkenntnis mit dem Anspruch der Richtigkeit verbunden. Erkenntnisse sind immer wahre Erkenntnisse.

"Wahre Philosophen verbringen ihr Leben damit, nicht zu glauben was sie sehen, und versuchen zu erkennen, was sie nicht sehen."
– Bernard Le Bovier Fontenelle
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"Weil man das Wissen eines Durchschnittsmenschen zwar nicht vermissen kann in dem, was er schon weiß, wohl aber vermissen kann in dem, was er noch nicht weiß, darum sind die Menschen leicht zu betrügen, unsicher zu machen, einzuschüchtern und zur Ausgelassenheit zu verführen. Das ist ein Zeichen, dass die Erkenntnis nicht auf festem Urteil beruht."
Lü Bu We -

"Wer das unmittelbare Schauen, das unhörbare Hören, die gestaltlose Gestalt erkennt, der kommt der wahren Erkenntnis nahe."
Lü Bu We -

"Das Leiden ist so lange nötig, bis du erkennst, dass es unnötig ist."
Eckhart Tolle -

"Die Vernunft erscheint im Leben zuletzt; je mehr sie erkennt, je reifer sie wird, umso mehr lassen Gefühl und Einbildungskraft nach, jene beiden Kräfte, denen jede nachhaltige Initiative und jede echte Begeisterung entstammt."
Francesco de Sanctis -

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Kommentare

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  1. Thomas schreibt:

    Es gibt ein Sprichwort: "Das wichtigen Dinge im Leben sieht man nur mit dem Herz" - man mache sich bewusst, dass die Sinne leicht zu täuschen sind! Worauf es aber ankommt ist, dass man sich über seine Gefühle klar ist. Unsere Sinne werden täglich und ständig manipuliert, aber was ich empfinde, darüber sollte man die Kontrolle behalten, sonst ist man verloren. In diesem Sinne alles Gute Thomas

  2. Renate Siedentopf schreibt:

    Lieber Thomas, danke für Dein Kommentar. Es stimmt – Kontrolle ist ein informationsverarbeitender Prozess wobei man die Ist-Werten mit den Soll-Werten vergleichen sollte. Verloren ist man erst, wenn man bei den festgestellten Abweichungen nicht mehr die richtigen Korrekturmaßnahmen einleiten kann. Solange man jedoch mit seinen Kontrollmöglichkeiten im Klaren ist, kann es ein schönes und interessantes Spiel mit den Sinnen, den damit verbundenen Wahrnehmungen und Empfindungen werden. Liebe Grüße Renate


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